Montag, 31. Mai 2010

Gallische Feldwespen (Polistinae dominula)

Die Gallische Feldwespe (Polistes dominula), auch Französische Feldwespe oder Haus Feldwespe genannt, zählt innerhalb der Familie der Faltenwespen zur Gattung Polistes.
Beobachtung: Am neuen Insekten-Resort emsig am erkunden, Mai 2010, 
im Sommer besonders viele exemplare an der Kugeldistel
Lebensraum: ffene Landschaften in Wärmegebieten, häufig im Siedlungsbereich

Gemeine Blutzikade (Cercopis vulnerata)

Die Gemeine Blutzikade (Cercopis vulnerata), mit einer Körperlänge von acht bis zehn Millimeter,zählt innerhalb der Famile der Blutzikaden (Cercopidae) zur Gattung Cercopis.
Die gemeine Blutzikade wurde zum Insekt des Jahres 2009 gekürt.
Beobachtung: Am Pfingstwochenende 2010, oberhalb des Rondells beobachtet
Mai 2011 an Katzenminze beim Gartenbrunnen.

Lebensweise: Die Zikade bevorzugt mässig trockene bis mäßig nasse Standorte in sonnigen bis halbschattigen Lagen. Sie besiedelt vor allem Magerrasen, Weiden, Waldlichtungen, Weg- und Grabenränder, Hochstaudenflure und lichte Wälder. Dort findet man die erwachsenen Tiere in tieferen Lagen von Anfang Mai bis Mitte Juli, in höheren Lagen von Juni bis Ende August. Die Tiere leben vorwiegend auf hochwüchsigen Kräutern und Gräsern, zum Beispiel Glatthafer (Arrhenatherum elatius), Grosse Brennnessel (Urtica dioica) oder Lupinen (Lupinus). Die Art bildet eine Generation im Jahr. Die Zikaden leben bis in Höhenlagen von 1500 Metern.

Schnaken (Tipulidae)


Die Schnaken (Tipulidae) stellen eine Familie der Zweiflügler (Diptera) dar. Innerhalb dieser werden sie normalerweise den Mücken (Nematocera) zugeordnet, obwohl ihre exakte Position im System bislang nicht geklärt ist.

Beobachtung: Aufnahme von Pfingsten 2010 an der Hauswand.

Regional sind Schnaken auch bekannt als Stelzmücken, Kankel ), Schneider, Mückenbulle, Elefantenmücke, Schuster, Bohrhammel, Boothammel, Zimmermann, Speckfresser, usw. bezeichnet.

Lebensweise: Die Schnaken leben von verschiedenen offen liegenden Säften wie Wasser und freiliegendem Nektar, andere Nahrung können sie durch ihre Mundwerkzeuge nicht aufnehmen. Sie können auch nicht stechen, obwohl sich dieser Mythos aufgrund ihrer Grösse immer weiter im Gedächtnis hält, denn ihre Mundwerkzeuge können die menschliche Haut nicht durchdringen. Der Gang der Schnaken ist stelzig und die langen Beine federn die Vibrationen der Gräser aus, auf denen sie sich bewegen.

Waldbrettspiel (Pararge aegera)

Das Waldbrettspiel (Pararge aegeria), mit einer Flügelspannweite von 32 bis 45 Millimetern, ist ein Schmetterling (Tagfalter) der Unterfamile der Augenfalter (Satyrinae) aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae).
Beobachtung: Bild 1,  Pfingsten 2010 hinter dem Haus an der Mauer . Bild 2, Küchensitzplatz - Mitte Juni 2010
Lebensweise: Die Falter fliegen in zwei Generationen von Mitte April bis Anfang Juni und von Juli bis Mitte September.
 

Fünfpunkt Marienkäfer (Coccinella quinquepunctata)

Der Fünfpunkt-Marienkäfer (Coccinella quinquepunctata) ist ein Käfer aus der Famile der Marienkäfer (Coccinellidae). Der Fünfpunkt ist dem Siebenpunkt sehr ähnlich, aber kleiner.
Beobachtung: Pfingsten 2010 an den Blüten des grünen Hartriegels am Waldbord.

Grosser Wollschweber (Bombylius major)

Der Grosse Wollschweber gehört zu der Familie der Wollschweber oder Hummelfliegen. Systematisch ist er daher eng mit den Fliegen verwandt.Er besitzt eine Körperlänge von ca. 13 – 16 mm. Sein kräftiger Rüssel besitzt ungefähr dieselbe Länge wie sein Körper.
Beobachtung: Häufig zu beobachten, Aufnahme Mai 2010, das quirliche Wesen läst sich schlecht ablichten.
Frühjahr 2011: bereits März/April recht häufig zu beobachten, die Population ist in diesem Frühjahr ist sehr gross.
Lebensweise: Wenn er Nektar aus Blüten saugt steht er förmlich in der Luft mit extrem schnellen Flügelbewegungen und lässt sich nicht, wie andere Insekten, nieder. Allenfalls die .Vorderbeine liegen auf der Blüte auf. Dabei lässt er sich auch kaum stören. Sie sind ähnlich geschickte Flieger, wie die Schwebefliegen. Ihr Flug ist sehr ruhig, fast scheinen sie zu schweben. Sie sind in den sonnigen Bereichen von Waldrändern oder auf Wiesen und Gärten anzutreffen. Der Grosse Wollschweber ist in ganz Europa verbreitet, zudem in Nordamerika, Asien und Nordafrika. Er kommt häufig vor und ist nicht gefährdet.

Gemeiner Weichkäfer (Cantharis fusca)

Der Gemeine Weichkäfer (Cantharis fusca) ist ein Käfer aus der Famile der Weichkäfer (Cantharidae).

Beobachtung: Im Mai 2010 häufig vorkommender Käfer.

Lebensweise: Die Käfer findet man von Mai bis Juni. In dieser Zeit findet auch die Paarung statt . Die samtschwarzen Larven leben am Boden. Sie ernähren sich räuberisch von Blattläusen und anderen kleinen Insekten.

Siebenpunkt Marienkäfer (Coccinella septempunctata)



Der Siebenpunkt-Marienkäfer oder Siebenpunkt (Coccinella septempunctata) ist die wohl bekannteste Art aus der Famile der Marienkäfer (Coccinellidae). Die Art war Insekt des Jahres 2006.
Beobachtung: Aufnahme von Pfingsten 2010, regelmässig im JURA-GARTEN anzutreffen.
 Lebensweise: Larven und Käfer ernähren sich von Blattläusen und zählen deshalb zu den wichtigsten Nützlingen in der Landwirtschaft. Bei Nahrungsüberschuss kann eine Larve pro Tag 30 Blattläuse fressen, ein erwachsener Käfer sogar 90 Blattläuse. Während ihrer Entwicklung frisst eine Larve etwa 400 Blattläuse, der Käfer frisst während der gesamten Lebenszeit etwa 5000 Blattläuse.
Verbreitung: Europa, Asien, Nordafrika, Nordamerika

Sonntag, 30. Mai 2010

Trockenrasen-Marienkäfer (Coccinula quatuordecimpustulata)

Der Trockenrasen-Marienkäfer (Coccinula quatuordecimpustulata) ist ein Käfer aus der Famile der Marienkäfer (Coccinellidae).
Beobachtung: Mai/Juni 2010

Lebensweise: Die Käfer werden etwa drei bis vier Millimeter lang. Sie haben schwarze Deckflügel mit gelben Punkten. Der Fleck am Hinterteil ist nierenförmig.
Die Käfer kommen in ganz Europa aber vor allem in Osteuropa vor. Die Käfer und Larven der Trockenrasen-Marienkäfer ernähren sich von Blattläusen.

Wipfel-Stachelwanze (Acanthosoma haemorrhoidale)

Die Wipfel-Stachelwanze (Acanthosoma haemorrhoidale) ist eine Art der Famile der Stachelwanzen (Acanthosomatidae) und gehört somit zu den Schnabelkäfern. Sie wird oft auch nur entweder Stachelwanze oder Wipfelwanze genannt.
Beobachtung: Ende Mai 2010 - auf die Hand geflogen während dem Lesen im Liegestuhl
Lebensweise: Man findet die Wipfel-Stachelwanzen meistens einzeln vorkommend in Laubwäldern, an Waldrändern oder im Feldgehölz in ganz Europa (gen Norden seltener werdend), zumeist dort, wo Ebereschen (Sorbus aucuparia), Weißdorn (Crataegus) und Hecken wachsen. Sie zählt zu den am häufigsten vorkommenden Wanzen Europas. Sie fliegen von April/Mai bis Oktober.
Ganz ähnlich den Stinkwanzen geben auch Wipfel-Stachelwanzen ein zwar ungiftiges, jedoch stark unangenehm riechendes Sekret zum Schutz vor Fressfeinden und bei anderen Störungen ab. Diese Art saugt ausschließlich Pflanzensäfte, insbesondere an Beerensträuchern, wobei die Früchte selbst bevorzugt werden. Die Larven jedoch stechen nur die Blätter an.

Samstag, 29. Mai 2010

Gemeine Skorpionsfliege (Panorpa communis)

Die Gemeine Skorpionsfliege (Panorpa communis) ist eine Schnabelfliegenart, deren Männchen über ein deutlich verdicktes Genitalsegment am Ende des Hinterleibes verfügen, welches meist nach oben gekrümmt getragen wird und an den Stachel eines Skorpions erinnert. Darauf basiert der deutsche Name dieser Art und der ganzen Familie der Skorpionfliegen.
Beobachtung: Im Mai 2010 sehr häufig im ganzen JURA-GARTEN zu beobachten.
Mai 2011 ist wieder zu beobachtn


Lebensweise: Als Habitate bevorzugt die Gemeine Skorpionsfliege dunkle und feuchte Lebensräume wie z. B. Wälder und Waldränder. Die Gemeine Skorpionsfliege ernährt sich von meist toten oder geschwächten Insekten.

Geringelten Mordwanze (Rhinocoris annulatus)

Die Geringelten Mordwanze (Rhinocoris annulatus), ist eine auffällig schwarz-rot gezeichnete Wanzenart aus der Familie der Raubwanzen. Sie kann leicht mit der Rote Mordwanze (Rhynocoris iracundus) verwechselt werden die jedoch auf dem Schulterschild mehr Rotanteile hat und wärmere Gegenden bevorzugt.
Beobachtung: Pfingsten 2010 sind einige Exemplare an verschiedenen Stellen im Garten zu beobachten. Larve, ende Juli 2011 an Blütenstand der wilden Karotte
Juli 2011, sie ist wieder anzutreffen, diesmal auf der Schafgarbe gesichtet.
Besonderheiten: Die Geringelte Mordwanze ist in nördlichen und mittleren Teilen Europas verbreitet. Nach Osten kommt sie bis Sibirien und Kasachstan vor. Im Gegensatz zu anderen Arten der Gattung mit südlicheren Verbreitungsschwerpunkten ist ihr Wärmebedürfnis geringer. So kommt die Wanzenart sowohl in trockenen als auch in feuchten Biotopen vor. Insgesamt ist das Spektrum von ihr besiedelter Lebensräume sehr breit. Die Tiere scheinen dabei an das Vorkommen von Gehölzen gebunden zu sein. Dennoch findet man sie auch in der Krautschicht und am Boden. Sie leben auf Waldlichtungen, an Waldrändern, ebenso wie an Heckenrändern.

Mittwoch, 26. Mai 2010

Steinhummel (Bombus lapidarius)

Die Steinhummel (Bombus lapidarius) ist eine Art der Hummeln (Bombus). Sie wurde im Jahr 2005 zum Insekt des Jahres gekürt.
Kennzeichen: Körper schwarz behaart, Endsegmente des Hinterleibs rot behaart. Männchen haben zusätzlich auf dem Thorax einen Streifen gelber Haare.
Körperlänge: Königin 22 - 26 mm, Arbeiterin 12 - 16 mm, Männchen 14 - 16 mm
Beobachtung: Pfingsten 2010 sind auffällig viele Königinnen zu beobachten, brummen ganz schön.
2011, in diesem warmen Frühjahr/Vorsommer sind sehr viele Steinhummeln zu beobachten, die Königinnen machen mit ihrer dunklen , grossen Erscheinung wirklich eindruck, die kleinen Arbeiterinnen sind fleissig beim Sammeln.

Bemerkenswert: Sie ist mit der Distelhummel (Bombus soroeensis) und Felsenkuckuckshummel (Psithyrus rupestris) zu verwechseln.
  Lebensweise: Ihre Nester legen sie unter Steinhaufen oder Mauern an, worauf sich der Name bezieht. Sie können sich jedoch auch im Stroh von Ställen oder in verlassenen Vogelnestern befinden. Ein durchschnittlicher Staat besteht aus etwa 100 bis 200 Arbeiterinnen. Steinhummeln bevorzugen den Nektar von verschiedenen Kleearten und Taubnesseln.

Sonntag, 23. Mai 2010

Frühe Adonislibelle (Pyrrhosoma nymphula)

Die Frühe Adonislibelle oder auch Frühe Adonisjungfer (Pyrrhosoma nymphula) ist eine Kleinlibellenart, deren deutscher Name zum einen auf ihr zeitiges Erscheinen und ihre rot-schwarze Färbung zurückgeht, die der von rotblühenden Adonisröschen ähnelt.
Weibchen mit gelber Abdomen- und Hinterleibszeichnung
Beobachtung: Am  Pfingstwochenende 2010 mehrere exemplare eine  häufig zu beobachtende Libellenart im Jura-Garten
Mai 2011 öfters zu beobachten
Lebensweise: Die Flugzeit der adulten Tiere reicht von April bis August. Damit ist die Frühe Adonislibelle neben dem Plattbauch (Libellula depressa) eine der ersten Libellenarten, die im Frühling beobachtet werden kann.

Freitag, 21. Mai 2010

Gartenhummel – Bombus hortorum


Die Gartenhummel (Bombus hortorum) ist eine häufige Hummelart, die in Gärten, auf Wiesen, in Obstgärten und in Parks 
Kennzeichen: Die Gartenhummel trägt an der Vorder- und der Hinterkante des Brustkorbs jeweils eine goldgelbe Binde mit einem breiten schwarzen Bereich dazwischen. Auch das erste Tergit des Hinterleibs ist goldgelb behaart, die mittleren Glieder sind schwarz und das Hinterleibsende weiss behaart.
Körperlänge: Die Königin ist 18–26, die Arbeiterinnen 11–16 und die Drohnen 13–15 mm lang.
 Beobachtung: Häufig im Jura-Garten, vom zeitigen Frühjahr bis zum Herbst immer wieder eine erbauliche Beobachtung, sie scheint sich im Jura-Garten besonders wohl zu fühlen.
2011, recht häufig gesichtet, ist so oder so ein starkes Hummeljahr
 Bemerkenswert: Ähnlich aussehende Arten sind die Dunkle Erdhummel, Heidehummel, die Feldhummel und die Tonerdhummel.
Lebensweise: Die Gartenhummel kommt in ganz Europa vor. Ihr Lebensraum sind Waldränder sowie daran angrenzende Wiesen, Streuobstwiesen, Parkanlagen und Gärten im Siedlungsbereich und Hochwasserdämme.

Lilienhähnchen (Lilioceris lilii)

Das Lilienhähnchen (Lilioceris lilii) ist ein Käfer aus der Famile der Blattkäfer (Chrysomelidae) und 6-8 mm lang.
Beobachtung: Jährlich zu Beobachten, besonders an den Lilien beim Rondell. Ein Käfer der im Jura-Garten gar nicht geschätzt wird.
April 2011: Bereits anfangs Monat sind sie aktiv und fressensich den Bauch voll.
Lebensweise: Sowohl die Imagines als auch die Larven fressen an verschiedenen Arten der Lilien, aber auch an Maiglöcken, Kaiserkronen oder Zwiebeln.

Mittwoch, 19. Mai 2010

Tagpfauenauge (Inachis io; Syn.: Nymphalis io)

Das Tagpfauenauge (Inachis io; Syn.: Nymphalis io) ist ein Schmetterling (Tagfalter) aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae). Das Tagpfauenauge war Schmetterling des Jahres 2009. Flügelspannweite Beträgt 50 bis 55 Millimetern
Beobachtung: Im Herbst 2010 haben wir sie sehr häufig beobachtet und scheinbar haben sie einen guten Überwinterungsplaz gefunden denn bereits bei den ersten Sonnentagen im Frühjahr 2010 waren sie häufig unterwegs.
Lebensweise: Das Tagpfauenauge kann überall vorkommen, bevorzugt sind natürlich blütenreiche, naturnahe Stellen. Die Falter fliegen jährlich in zwei Generationen: Die der ersten fliegen von Juni bis August, wobei je nach Wetterlage eine Diapause von Juli bis Oktober eingehalten wird, die der zweiten Generation fliegen von August bis Oktober. Nach der Überwinterung können die Falter bereits von März bis Mai beobachtet werden.
Die Futterpflanzen der Raupen sich vorwiegend die Brennnesseln.

Montag, 17. Mai 2010

Gewüfrelte Tanzfliege (Empis tesselata)

Die Gewüfrelte Tanzfliege (Empis tesselata), 9-13 mm, eine Tanzfliegenartaus der Famile der Zweiflügler.(

Beobachtung: Mitte Mai 2010 am Bord recht am Gartenweg , kann bis im August sehr oft beobachtet werden..
Lebensraum: Man findet sie meist häufig in der Nähe von feuchten Wäldern oder auch Gewässern. Diese Fliegen sind an dem langen, herausstehenden Saugrüssel leicht kenntlich
Bemerkenswert: Die Grösste ihrer Art

Variabler Weichkäfer (Cantharis livida)


Die Weichkäfer (Cantharidae) sind eine Famile der Käfer (Coleoptera), die weltweit verbreitet sind,9-13, 5cm Körperlänge.

Beobachtung: Mai 2010 an glebem Lerchensporn an der Mauer bei den Himbeeren.

Lebensweise: Die überwiegend tagaktiven Käfer leben sowohl räuberisch z.B. von kleinen Insekten, als auch pflanzenfressend von jungen Trieben und Pollen. Oft fressen die räuberischen Arten zusätzlich auch an Pflanzen. Auch die Larven ernähren sich von kleinen Insekten, Schnecken und Würmern bzw. von Pflanzenteilen. Sie leben am oder im Boden und verrottendem Pflanzenmaterial. Die Überwinterung findet, unüblich für Käfer, als Larve unter Steinen, Blättern, Moos oder Rinde statt. Manchmal kann man die Larven sogar im Schnee kriechend beobachten, weswegen sie auch Schneewürmer genannt werden.

Mistbiene (Eristalis tenax)

Die Mistbiene, Schlammbiene oder Scheinbienen-Keilfleckschwebfliege (Eristalis tenax), ist eine häufige und auffällige Schwebefligenart.
Die Mistbiene ist eine grosse, 14 bis 18 Millimeter lange, bienenähnliche Schwebfliege.
Beobachtung: Mitte Juni 2010 hinter dem Haus (eigentlich eine "mistiger" Name für eine solch schönes Tier)
2011 sehr häufig zu beobachten.
Lebensweise: Die Mistbiene ist weltweit verbreitet. Sie ist vor allem in ländlichen Gebieten, in denen es Entwicklungsmöglichkeiten für ihre Larven gibt, recht häufig. Wegen ihres oft massenhaften Auftretens in der Nähe von Misthaufen (Die Larven leben in Tümpeln, Schlamm und Jauche) hat sie auch ihren Namen bekommen.
Die Images fliegen hauptsächlich von März bis Oktober, an warmen Tagen aber auch im Winter. Sie besuchen besonders gerne die Blüten von korbblütlern und Doldenblütlern. Die Weibchen überwintern.

Malven-Dickkopffalter (Carcharodus alceae)

Der Malven-Dickkopffalter (Carcharodus alceae) ist ein Schmetterling aus der Famile der Dickkopffalter (Hesperiidae). Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 23 bis 30 Millimetern.

Beobachtung: anfags Mai 2010 in der Rabatte unter der Linde. (Männchen mit erhobenem Hinterleib, war sehr kalte Witterung))

Lebensweise: Der Malven-Dickkopffalter ist sehr auf Wärme angewiesen und bildet in Deutschland zwei Generationen, die von Mitte Mai bis Ende Juni und von Mitte Juli bis Anfang September fliegen. Die Raupen der ersten Generation können im September, und nach der Überwinterung im darauf folgenden Jahr im April beobachtet werden. Die Larven der zweiten Generation leben von Juni bis Juli. Die männlichen Falter können manchmal dabei beobachtet werden, wie sie ihre Flügel unter die Brustebene absenken um ihren Hinterleib zu heben. Vermutlich hängt dieses Verhalten mit der Temperatur und dem Lichteinfall zusammen. Futterpflanzen der Raupen: Die Raupen ernähren sich von Malvengewächsen (Malvaceae), vor allem von Weg-Warten (Malva neglecta) und moschus Malven (Malva moschata).

Sonntag, 16. Mai 2010

Die Streifenwanze (Graphosoma lineatum)


Die Streifenwanze (Graphosoma lineatum) gehört zur Famile der Baumwanzen (Pentatomidae).

Beobachtung: ein Exemplar Mai 2010 im Treibbeet beim Gemüsegarten, meist jedoch zu Zweien, Juli August 2010 regelmässig li. und re. vom Gartenweg. 
2014: gehört zu den Stammgästen im Juragarten, die Bilder am Fenchel sind im Juni 2014 entstanden

Beerenwanze (Dolycoris baccarum)

Die Beerenwanze (Dolycoris baccarum) gehört zu der Familie der Baumwanzen (Pentatomidae).
Beobachtung: Foto - Mai 2010 in der Rabatte rechts vom Weg an einer Mohnpflanze, die Beerenwanze ist recht häufig an verschiedenen Stellen im Garten zu beobachten. Bild 2: Larve einer Beerenwanze, aufgenommen Juli 2010 an einer Kartoffelstaude

Lebensweise: Die Beerenwanzen sind auf den verschiedensten Pflanzen anzutreffen. Häufig sind sie auch auf Erd- und Heidelbeeren (Namensgebung), deren Früchte durch das Sekret der Stinkdrüse ungeniessbar werden. 

Nahrung: Sie saugen an den Früchten zahlreicher beerentragender Sträucher. Manchmal ernährt sich die Wanze aber auch von Blattläusen oder den Eiern anderer Insekten.

Donnerstag, 13. Mai 2010

Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni)

Der Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) ist ein Schmetterling (Tagfalter) aus der Famile der Weisslinge (Pieridae). Der Zitronenfalter ist Insekt des Jahres 2002
Beobachtung: Vom frühen Frühjahr bis zum Herbst, immer wieder ist er im Jura-Garten zu beobachten, eine besondere Liebe hat er zu den Kartäusernelken und dem Zist
Lebensweise: Mit zwölf Monaten hat der Zitronenfalter die längste Lebenserwartung aller heimischen Schmetterlinge. Der Zitronenfalter ist einer der ersten Schmetterlinge im Jahr - bei Sonnenschein und Temperaturen ab ca. 15 Grad kann man ihn schon im März antreffen.

Ins Hummelkleid geschlüpft (Ein Tag im flauschigen Pelz einer fleissigen Erdhummel....)

Hmmm! Taubnessel-Nektar ist ge­nau die richtige Energiebombe für den Start in den Tag. Schließlich er­wartet die Königin heute wieder rund 4000 Blütenbesuche von mir, um mit Nektar und Pollen all die hungrigen Mäuler im Volk zu stopfen... auch das der Kö­nigin. Sie ist gerade so sehr mit dem Nach­wuchs beschäftigt, dass sie gar nicht mehr dazu kommt, selbst auf Nahrungssuche zu gehen. Naja, die Sonne scheint, der Himmel ist blau - also los, eigentlich hab ich doch ei­nen echt guten Job erwischt.

Dort hinten blüht auch schon Herzge-' spann. Meine absolute Lieblingspflanze - und offensichtlich auch die aller anderen Hum-% mein der Umgebung. Schnell, schnell, ich möchf noch einen guten Platz an der Nektar­bar erwischen...

Übrigens hat, nicht jede meiner etwa 100 Kolleginnen das Glück, als „Sammelhummer' zu arbeiten. Einige sind zum Babysitten abge­ordnet und verbringen den lieben langen Tag im dunklen Nest. „Stockdienst" heißt das bei uns: Honig- und Brutzellen bauen und vor al­lem die etwa 50 Larven füttern. Nichts für mich! Gott sei Dank bin ich mit meinen 17 mm ganz schön gross geraten, hab eine Men­ge Muskelmasse im Rücken und bin daher prädestiniert zur Sammelhummel im Aussen­dienst. Denn diese Muskelmasse verhilft uns zu einem ungemeinen Vorteil gegenüber den Honigbienen: Wenn's denen draußen noch viel zu kalt ist, werfen wir unsere körpereige­ne Heizung an, bringen uns auf mollige 35 °C und brummen los. Wie das geht? Kompliziert zu erklären aber wir können unsere Flügel auskoppeln und dann die Hugmuskeln spie­len lassen - dann wird uns warm. Menschen-verständlich ausgedrückt: Wir geben Vollgas und treten gleichzeitig auf die Kupplung.

Das kostet natürlich viel Energie. An den Sonnenblumen lässt die sich besonders einfach wieder auftanken. Da liegen in einem einzigen Kopf unzählige kleine, nektarreiche Einzelblütchen - sehr einladend, um hier einen gemütli­chen Spaziergang zu unternehmen und immer mal wieder vom Nektar zu schlürfen.

Da fällt mir ein: Dieses Gerücht, dass wir ja eigentlich viel zu plump seien, um mit so klei­nen Flügelchen fliegen zu können... Unver­schämtheit! Ganz abgesehen davon, dass wir selbstverständlich nur aufgrund unseres plü­schigen Pelzes so pummelig wirken, beweisen wir unsere Flugfahigkeit doch jeden Tag aufs neue. Wir haben nämlich nicht - wie dieser Rechnung zugrunde gelegt wurde - starre Flü­gelflächen, sondern eher kreisende Rotoren wie ein Hubschrauber. Damit geht's, und wie! Bis zu 20 km/h schnell sausen wir durch die Luft.

Also gleich weiter Richtung Beinwell. Der hat so leckeren Nektar! Da ist 'ne ganze Menge Zucker drin, aber egal, ich kann mir das leis­ten... wie gesagt, der Pelz macht's! Das Pro

blem beim Beinwell: Er hat ganz schön lange Blütenröhren. Da komm ich mit meinem recht kurzen Erdhummel-Rüsselchen von 9 mm Länge gar nicht an die Nektarien am Blütenbo­den. Vorteil für die Langrüssler, wie die Acker­hummeln mit ihren prahlerischen 13 mm, könnte man meinen. Aber ich bin ja nicht dumm! Mein Trick: Ich beisse ein winzig klei­nes Loch ins untere Ende der Blütenröhre. Da­durch komm auch ich an den köstlichen Zu­ckersaft. Juchhu.

So, nun aber genug des Nektars - mein Ho­nigmagen ist schon ganz voll. Auf dem Weg nach Hause werd' ich noch etwas Pollen sam­meln, in meinen kleinen Höschen an den Hin­terbeinen. Mit dem Pollen ist das auch so eine Sache: Bei manchen Pflanzen, den Wildrosen zum Beispiel, sitzt er wahnsinnig fest in den Staub beutelchen. Kein Problem: Ich halte mich an den Staubbeuteln fest, lasse meine Flug­muskeln wieder im Leerlauf spielen (wie beim Aufheizen) und sorge durch die entstehende Vibration dafür, dass der Pollen sich lockert. Eine ziemlich laute Angelegenheit, aber äu­sserst lohnenswert. Die eiweissreiche Nahrung brauchen unsere kleinen Larven im Nest ganz besonders dringend für ihre Entwicklung.

Puh, wenn ich richtig gezählt habe, war das jetzt Blüte 3897. Denke, das reicht für heute - ab nach Hause und im kuschligen Nest entspannen. Schliesslich liegt noch viel Arbeit vor mir, denn der Höhepunkt unseres Jahres, das Schlüpfen der Jungköniginnen und Drohnen beginnt erst Ende Juli. Für uns Arbeiterinnen heißt es dann: Abschiedneh­men von der Welt. Nächstes Jahr werden an­dere an unserer Stelle brummen...
c .Kerstin Ackermann

Goldglänzender Rosenkäfer


Der Goldglänzende Rosenkäfer, auch Gemeine Rosenkäfer (Cetonia aurata) ist ein Käfer aus der Unterfamile der Rosenkäfern (Cetoniinae) die zu den Blatthornkäfern (Scarabaeidae)  gehöfen. In Deutschland gehört er zu den geschützten Käferarten und wurde zum Insekt des Jahres 2000 gewählt.
Beobachtung: Im Jura-Garten ein häfig anzutreffender Gast, besonders am Seidelbast ist er zu "Hauf" beobachtbar .

Lebensweise: Er ist die einzige Art dieser Gattung in Europa. Der gemeine Rosenkäfer zählt zu den geschützten Käferarten in Deutschland. Durch seinen intensiven grünlichen Glanz gehört er dabei zu den auffälligsten Käfern. Sein Name weisst auf den Goldstich in seinem Panzerglanz hin.
Typischerweise sieht man Rosenkäfer auf Blüten (Holunder, Heckenrose, Weissdorn etc.) oder hohen Pflanzen sitzen. Der Nektar und Pollen von Heckenrosen oder anderen Blüten steht auf seinem Speiseplan, natürlich wird er auch schwach, wenn er Pflanzensaft verletzter Pflanzen verspeisen kann. Auch reife Früchte lässt er nicht liegen. Allerdings verursacht der Rosenkäfer meist keinen grösseren Schadfrass. Nur in Ausnahmefällen kann es zu umfassenden Schäden kommen.

Echter Widderbock (Clytus arietis )

Der Echte Widderbock, Gemeine Widderbock oder Wespenbock (Clytus arietis) ist ein Käfer aus der Famile der Bockkäfer (Cerambycidae). Er ist die häufigste Art seiner Gattung in Mitteleuropa, dennoch ist er wie nahezu alle Bockkäferarten in der Bundesschutzverordnung als besonders geschützt ausgewiesen.
Beobachtung: Anfags Mai 2010 an der Jostabeere am oberen Bord. 
2011 bereits an Ostern gesichtet
2012 im Mai an der Pagodenhortensie
 Lebensweise: Die Imagines findet man beim Blütenbesuch, insbesondere an Doldenblütlern und Weissdorn und auch an Totholz von Laubbäumen. Die Larven leben in trockenen Ästen von Laubhölzern, wie beispielsweise Eichen, Buchen, Weissdorn oder Obstbäumen. Sie entwickeln sich anfangs zwischen der Rinde und dem Holz und fressen sich bis zur Verpuppung tief in das Holz hinein. Sie benötigen zwei Jahre für ihre Entwicklung.